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Nackt erwacht ein junger Mann (Dominic
Purcell) auf einer Insel. Ein Fischer rettet ihn. Niemand, nicht
einmal der Fremde selbst, weiß, wer er ist und woher er kommt.
Seltsam sind auch seine Farbenblindheit und ein mysteriöses
Brandzeichen auf seiner Schulter. Die Erinnerung an sein Leben
ist komplett
ausgelöscht, doch dafür hat der Mann, der
sich selbst den Namen "John Doe" gibt, eine schier unglaubliche
Eigenschaft: Das komplette Wissen der Welt scheint in seinem Kopf
abgespeichert zu sein, er ist ein wandelndes Universal-Lexikon.
Zudem kann er Dinge vorhersehen, allerdings nicht beeinflussen
- und er besitzt einen siebten Sinn. Verwirrt, aber kompetent wie
kein Zweiter, stellt er seine Fähigkeiten den Polizeibeamten
Jamie Avery (Jayne Brook) und Frank Hayes (John Marshall Jones)
zur Verfügung. Zunächst sind die beiden skeptisch, doch
dann kann ihnen der räselhafte Fremde bei einem Entführungsfall
die entscheidenden Hinweise geben. Zusammen gehen sie auf Verbrecherjagd
- und auf die Suche nach John Does Vergangenheit. Ein erster Anhaltspunkt
ergibt sich, als ihm plötzlich eine junge
Frau von einem vorbeifahrenden
Schiff "Thommy!" zuruft. Bevor John Doe jedoch mit der
Frau sprechen kann, entwschwindet die Fähre. Fortan sucht
er verzweifelt nach dieser Frau. Ist sie der Schlüssel zu
seiner Vergangenheit?
Anders
als die Macher der X-Akten haben die Produzenten von "John
Doe", wie die Serie einfachhalber im Original heißt,
von Anfang an bekannt gegeben, dass sie wissen, worum es in der
gesamten Story geht. Die Auflösung sollte in einer
finalen
Episode, die das Publikum zufrieden stellen sollte, offenbart
werden - ideellerweise in etwa fünf bis sieben Jahren. Doch
dazu sollte es nicht kommen, denn aufgrund zu geringer Einschaltquoten
wurde
die Serie nach einer Staffel mit 21 Episoden eingestellt. "John
Doe" zeigte im Verlauf der ersten Staffel eine holprige
Berg- und Talfahrt der Einschaltquoten. Die ebenfalls kurzlebige
Serie "Firefly", die direkt davor lief, sorgte nicht
gerade für viele Zuschauer, die dann vielleicht aus Neugierde
drangeblieben wären. Auch der Nachfolger "Fastlane" brachte
nicht wesentlich mehr Zuschauer. Doch auch die Tatsache, dass
sich "John Doe" in der werberelevanten Zielgruppe vergleichbar
gut geschlagen hat, änderte nichts am Aus der Serie.
Die Serie
wurde 2002 im kanadischen Vancouver von Regency Television produziert.
Als ausführende Produzenten fungierten Brandon
Camp Mike Thompson und Mimi Leder.