www.mystery-files.de » 24 Freitag, 18.05.2012 
 DER MYSTERY- UND SCIENCE-FICTION-SERIEN-GUIDE 24 - TWENTY-FOUR 

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24 - TWENTYFOUR
Produktionsnotizen
Wie wäre es, eine Serie in Echtzeit zu drehen? Auf diese ungewöhnliche und doch so naheliegende Idee kam Joel Surnow eines Morgens beim Rasieren. Surnow denkt nach eigenem Bekunden gerne in Zahlen und reflektierte gerade über die Zahl 22 (übliche Anzahl von Folgen in einer Serien Staffel), als ihm der Gedanke kam, dass man mit zwei Folgen mehr einen gesamten Tag in einer Staffel darstellen könnte. Mit dieser Idee rief er seinen Freund Robert
Cochran an. Dessen erste Reaktion war wenig begeistert: "Komm mir nicht mit so was, es ist unmöglich, das umzusetzen." Doch Surnow ließ nicht locker und war überzeugt von der Einzigartigkeit dieses Konzeptes. Die beiden setzten sich zusammen und überlegten, welcher Plot für ein solches Format plausibel wäre. Dabei tauchten einige Probleme auf: Die Handlung müsste rechtfertigen, dass die Charaktere 24 Stunden lang wach sind. Sie müssten 24 Stunden lang in Bewegung sein. Also kam nur ein Thriller in Frage, der mit einem sehr persönlichen Ereignis verbunden ist. Ein geplantes Attentat auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten erschien wie ein klassisches Thrillerthema, das die Anforderungen des Formates erfüllen würde. "Aber das war nicht genug – nicht persönlich genug und könnte langweilig werden", erzählt Surnow über die Entwicklung des Plots. Da beide Autoren Töchter im Teenageralter haben, dachten sie sich
" Was ist, wenn deine Tochter ausreißt? Dann schläft man garantiert nicht. Wenn man diese beiden Ereignisse im Leben einer Person zusammenführt, wird diese Person nicht müde und die Zuschauer hoffentlich auch nicht."

So stand also das Grundgerüst der Story, jetzt mussten die beiden Autoren noch Fox davon überzeugen, die Serie in Produktion zu geben. Cochran erinnert sich: "Das Network war von Anfang an begeistert von dem Konzept. Sie ließen uns das Script schreiben und danach den Piloten produzieren." Der Sender war besorgt, ob es gelingen würde, so ein stringentes Konzept als Serie durchzuziehen. Der Pilot überzeugte aber die letzten Zweifler und Fox beschloss, die Serie zu produzieren. Ein wichtiger Aspekt für den Erfolg von "24" ist natürlich die hochwertige Umsetzung und die richtige Besetzung. Mit dem Kinoregisseur Stephen Hopkins (UNDER SUSPICION, LOST IN SPACE) konnte ein hochkarätiger und erfahrener Regisseur für die ersten Folgen gewonnen werden, der für eine höchst anspruchsvolle Umsetzung sorgte. Um die Echtzeit-Idee optisch zu gestalten, setzte Hopkins Splitscreens ein. Zunächst nahm er diese nur als Mittel, um die zahlreichen Telefonate optisch umzusetzen, dann merkte er, dass sich diese Technik hervorragend eignete, um
die vier Haupthandlungsstränge visuell zu verbinden. Ein großes Produktionsteam und höchste technische Standards sorgen ausserdem für einen außergewöhnlichen Look und rasante Actionszenen.

Die Besetzung der Hauptrolle war eine der wichtigsten Entscheidungen. Die Autoren hatten anfangs keinen speziellen Schauspieler im Sinn. Als jemand jedoch Kiefer Sutherland für die Rolle des Jack Bauer vorschlug, waren sie sofort begeistert: "Es gibt eine Menge guter Schauspieler, aber es gibt einen Unterschied zwischen einem wirklich guten Schauspieler und einem, der eine ganze Show tragen kann. Kiefer ist alles in einem. Er hat Charisma und Ausstrahlung,
er ist ein verdammt guter Schauspieler und er ist ein totaler Profi am Set."

Kiefer Sutherland, ein Fan von Serien wie "Emergency Room", "Ally McBeal", "NYPD Blue" oder "The Sopranos" sagt über seine Entscheidung, zum ersten Mal in einer Serie mitzuspielen: "Der Unterschied zwischen Kino und Fernsehen ist nicht mehr so groß wie er einmal war. Ich schaute mir eine Menge Sendungen im Fernsehen an, viele waren sehr viel besser als ich es mir vorgestellt hatte. Also dachte ich, wenn mir jemand ein Format anbietet, das fantastisch und einzigartig ist – ich wäre sicher daran interessiert." Sutherland bekam das Script von "24" von Stephen Hopkins geschickt, den er seit vielen Jahren gut kennt und bewundert. Die Serie passte genau zu Sutherlands Vorstellungen und er zögerte nicht, die Rolle anzunehmen.
 

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